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Wenn das Nervensystem die Verdauung ausbremst




Viele Menschen wissen nicht, wie eng Verdauung und Nervensystem miteinander verwoben sind. Unser Darm wird oft auch „das zweite Gehirn“ genannt, weil dort ein eigenes Nervensystem sitzt – das enterische Nervensystem. Es steht in ständiger Verbindung mit unserem Gehirn über den Vagusnerv, die wichtigste Nervenbahn im Parasympathikus, also im Entspannungsmodus unseres Körpers.

Wenn dieser Teil aktiv ist, kann der Körper verdauen, aufnehmen und regenerieren. Doch wenn wir in Dauerstress leben – durch Belastungen, alte Traumamuster oder ständige Reizüberflutung – übernimmt der Sympathikus: unser Überlebensmodus.

Das bedeutet: ➡️ Verdauung wird heruntergefahren. ➡️ Magensäure und Enzyme werden weniger gebildet. ➡️ Die Darmbewegung verändert sich. ➡️ Schleimhäute entzünden sich leichter, die Darmflora kippt.

Mit der Zeit kann das zu Symptomen führen wie:

  • Reizdarm, Blähungen, Völlegefühl

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten

  • chronischer Erschöpfung oder Hautproblemen

  • Stimmungsschwankungen oder Angstzuständen

Denn über die Darm-Hirn-Achse beeinflusst unser Verdauungssystem auch, wie wir denken, fühlen und uns regulieren können. Ein gereizter Darm sendet Stresssignale ans Gehirn – und das Gehirn sendet Stress zurück an den Darm. Ein echter Teufelskreis.

💚 Heilimpuls: Heilung beginnt nicht nur im Darm, sondern im Gefühl von innerer Sicherheit. Wenn dein Nervensystem lernt, sich wieder sicher zu fühlen, kann auch dein Verdauungssystem loslassen.

Manchmal ist also nicht das, was du isst, das Problem – sondern in welchem Zustand du isst.

Atme tief, bevor du isst. Spüre deinen Körper. Und erinnere ihn daran: Es ist gerade sicher, zu verdauen. Ich wünsche Euch einen wunderbaren Freitag mit viel Ruhe, Entspannung und Achtsamkeit. Liebe Grüße Nina


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